Kinder, Jugend und Familien - Obdachlosenarbeit - Mission und Entwicklung - Kinderstube
Der Sachausschuss für Mission ist seit Jahrzehnten ein Pflichtausschuss
des Pfarrgemeinderates (PGR) der St. Heinrich- Gemeinde und war als solcher
schon immer bemüht, die Themen Mission und Weltkirche der Gemeinde nahezubringen.
Es wurden auch früher schon Projekte in der Dritten Welt durch Gebet und Kollekte
unterstützt (z.B. in Sambia), Partnerschaften unterhalten (z.B. Christliche
Jugendgruppe in Palästina) und die Anliegen der katholischen Hilfswerke gefördert.
In einem PGR-Seminar im Jahre 1993 wurde eine Intensivierung und Erweiterung
der Missionsarbeit angestoßen und daraufhin unsere Ausschussarbeit neu strukturiert.
Seitdem heißen wir "Ausschuss für Mission, Entwicklung, Frieden und Bewahrung
der Schöpfung" und der Name ist Programm ( siehe Leitbild ).
Alle 4 bis 6 Wochen treffen wir uns zur Besprechung der aktuellen Vorhaben oder
zur Diskussion, z.T. mit eingeladenen Referenten.
Gäste und neue Mitglieder sind jederzeit willkommen.
Grundlage unseres Verständnis von Mission soll die Bibelstelle
über die "Aussendung der zwölf Jünger" ( Mk 6, 6b – 13 ) sein: Das Missionsbild,
das Jesus hier zeichnet, zeigt keine bevormundende "Bekehrung" sondern, dass
die Apostel aufgerufen werden, mit den Menschen zusammen zu leben, die sie als
Gäste aufnehmen wollen.
Wir wollen daran arbeiten, den oft missbrauchten Begriff "Mission" wieder mit
dem Sinn zu erfüllen, den Jesus damit gemeint hat. Das versuchte bereits die
"Würzburger Synode" im "Missionarischen Dekret" mit Stichwörtern wie: Solidarität
und Hilfsbereitschaft -- Menschliche Zuwendung -- Ermutigung zur Eigenständigkeit
-- Gegenseitiges Lernen -- Gastfreundschaft.
Das Interesse an Entwicklungspolitik zur Verbesserung von Infrastruktur,
Bildung, Gesundheitswesen etc. ist selbstverständlich. Entwicklungshilfe und
Partnerschaftsarbeit sollte wegen der schuldhaften Verstrickung der "zivilisierten"
Länder von der Kolonialzeit bis heute unsere Pflicht und kein Almosen sein.
Frieden in der Einen Welt und bei uns wird nur möglich, wenn sich Rahmenbedingungen
entwickeln, die ein friedliches Zusammenleben der Völker und der Menschen in
der Gesellschaft ermöglichen. Die Frage nach Gerechtigkeit in den internationalen
Beziehungen, besonders auch im Welthandel, und nach der Einhaltung der Menschenrechte
ist daher von entscheidender Bedeutung.
Die Schöpfung zu bewahren und im Einklang mit der Natur zu leben ist
die Grundlage für Glück und Geborgenheit der Menschen. Ausbeutung der Natur
setzt sich fort in Ausbeutung der Menschen in vielerlei Beziehung. Wir müssen
unsere Lebensweise hinterfragen, weil sie in ihren (auch wirtschaftlichen) Auswirkungen
der ganzen Menschheit und der Natur die Lebensgrundlagen entzieht.
Unsere Arbeitsschwerpunkte:
Förderung einer Schule zur Ausbildung junger Handwerker und Hilfe zur Existenzgründung
in Peramiho in Tansania. (Projekt der Missionsbenediktiner in Münsterschwarzach,
Ansprechpartner in Peramiho: Pater Dieter Held, in Münsterschwarzach: Bruder
Thomas Morus. (
www.abtei-muensterschwarzach.de)
Spenden erbeten an: Abtei Münsterschwarzach, Kennwort "Handwerkerschule
Peramiho"Auf seiner Sitzung vom 12.1.2005 hat unser Pfarrgemeinderat einstimmig beschlossen, dem Votum des Missionsausschusses zu folgen und das Brasilienprojekt als Dritte-Welt-Partnerschaft weiterzuverfolgen und zu fördern, dass durch Jana Herholz der Gemeinde im Jahr 2003 schon bekannt gemacht wurde.
Als Grundlage möge folgende Information dienen, die Herr Martin Schlosser uns schickte, der in Arcoverde für die Kontakte nach Deutschland zuständig war.
Die
Fundação Terra arbeitet seit nunmehr 20 Jahren in der "Rua do Lixo" (Müllstraβe),
einem Armenviertel angesiedelt an der Müllkippe am Rande von Arcoverde,
einer 60.000 Einwohner-Stadt in einem trockenen, ländlichen Gebiet 250 km
westlich von Recife im Nordosten Brasiliens.
Dort leben rund 400 Familien, insgesamt 2000 Menschen, wovon die Hälfte
jünger als 15 Jahre alt ist.
Die Armen der Gegend siedelten sich einst hier an, um von dem zu leben,
was andere wegwerfen, dem Müll als Lebensgrundlage, ständig auf der Suche
nach Verwert-, Verkauf- und Brauchbarem.
Als Padre Airton vor 20 Jahren als junger katholischer Pfarrer beschloss,
sich in der Müllstraβe niederzulassen, um mit den Menschen hier gemeinsam
zu leben, sich für sie einzusetzen und mit ihnen gemeinsam für eine bessere
Zukunft zu arbeiten, hatte dieses Viertel weder Strom noch Wasser, die hygienischen
Verhältnisse waren mehr als schlecht, die Menschen litten Hunger und die
Kinder gingen nicht in die Schule – kurz: es waren chaotische Zustände in
der Müllstraβe.
Trotz der erheblichen Verbesserung der Lebensumstände nach 20 Jahren Arbeit
Padre Airtons und der FT gibt es nach wie vor Menschen in diesem Viertel,
die vom Müll leben, die unter unzumutbaren hygienischen Bedingungen leben,
es gibt immer noch Familien ohne Wasseranschluss, ohne Strom; Menschen,
die nichts zu essen haben, nicht lesen und schreiben können; Kinder, die
im Müll rumlungern oder hart arbeiten müssen, um zu überleben. Zahlreiche
Behausungen sind nicht viel mehr als Höhlen aus Holz, Lehm und Stein, meist
kaum möbliert. Viele haben nicht einmal ein Bett zum Schlafen.
In diesem Kontext arbeitet die FT tagtäglich durch vielfältige Angebote
mit den Menschen in der Müllstraβe. Die Hauptgebäude befinden sich mitten
in der Müllstraβe, direkt bei den Menschen, die unsere Hilfe so stark benötigen.
Die Fundação Terra ist eine rein soziale Einrichtung (NRO), die ihre laufenden
Kosten überwiegend aus Spenden deckt, die zum größten Teil aus Deutschland
kommen.
Die Kinder und die Erziehung und (Aus-) Bildung der nächsten Generation
stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit, damit die Menschen hier in Zukunft
die Chance haben, ihr Leben aus eigenen Kräften besser zu gestalten.
Wenn Sie helfen wollen, bitten wir um Ihre Spende auf das Konto:
Kath. Kirchengemeinde St. Wilhelm, Hamburg -Projekt Arcoverde-
Kontonummer: 447270002 Deutsche Bank PGK AG, Hamburg BLZ: 200 700 24
Steuerabzugsfähige Spendenquittungen werden am Jahresende zugesandt. Geben Sie dazu bitte Ihre Anschrift im Verwendungszweck an! Nachfragen wegen Spendenquittungen bitte an Claus Bärbaum, Fax: 0721-151328766 oder E-Mail: claus@baerbaum.de
Hier finden Sie einen ausführlichen Bericht über 25 Jahre Fundação Terra
Förderung des "Fairen Handels" mit den Ländern der "3.Welt" (in Zusammenarbeit
mit "Fair und Schnell",
Kiel und mit dem "Eine-Welt-Laden–Kiel
Friedens- und Menschenrechtsarbeit, Liturgie:
Mitglied
bei "ACAT" (Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter): Jeden Monat
einmal wird ein Anliegen in Form einer Fürbitte in den Sonntagsgottesdienst
eingebracht und über das Wochenblatt der Gemeinde Hintergrundinformation
vorgestellt. (
www.acat-deutschland.de )Schöpfung bewahren, Umwelt, Ökologie:
Ökumenische Kontakte über AMEK (Ausschuss für Mission und Entwicklung
im Kirchenkreis Kiel- evangelisch).
Mitglieder unseres Ausschusses nehmen regelmäßig an den AMEK- Sitzungen teil,
um die Arbeit zu vernetzen.
Entwicklungspolitische Kontakte über "bei" (Bündnis entwicklungspolitischer Initiativen in Schleswig-Holstein ( www.bei-sh.org , Publikation: "Weltsicht / Weitsicht" )
Unsere derzeitigen aktiven Mitarbeiter:
Birte Bökel, Margot Jacobsen, Timea Kovac, Kirsten Kruse, Michael Bimler, Thomas Herholz, Norbert Jäger, Axel Karschau
Aktuelles, Protokoll der letzten Sitzung, Einladung zur nächsten Sitzung
Frühere Beiträge aus dem Bereich Aktuelles finden Sie hier
Kiel, am 09.01.2011
Wir trafen uns im letzten Jahr zu 3 Ausschuss- Sitzungen, zu denen in der
Regel 6 - 8 Mitglieder erschienen.
Im Februar machten wir die Jahresplanung, im März und im September kamen wir
zusammen, um die Gottesdienste für Misereor und Missio zu besprechen.
Der Mitgliederstand ist mit 8 Aktiven leicht geschrumpft.
An größeren Aktionen wären neben unseren Gottesdiensten und Basaren zu
nennen:
Im Folgenden die Schwerpunkte unserer Arbeit im Jahr 2010:
Zum Schluss sei allen Mitarbeitern nochmals herzlich gedankt für das
Engagement im letzten Jahr.
Ich hoffe, wir können 2011 mit frischem Elan Bewährtes mit Neuem verbinden !
Thomas Herholz
Protokolle der letzten Sitzungen im PDF-Format:
1/2011
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